Immanuel Klinik Rüdersdorf. Universitätsklinikum der Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane

  • Abteilung für Neurologie und Schmerztherapie / Zentrum für Nerven- und Muskelerkrankungen Ost-Brandenburg (ZENOB)
Klinische Versorgung:

Die Abteilung für Neurologie und Schmerztherapie der Immanuel Klinik Rüdersdorf, Universitätsklinikum der Medizinischen Hochschule Brandenburg, bietet optimale Möglichkeiten zur Diagnostik und Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen des peripheren und zentralen Nervensystems. Es werden alle neurologischen Erkrankungen behandelt wie zum Beispiel Schlaganfall, Multiple Sklerose, Meningitis, Neuro-Covid, Long/Post-Covid, Borreliose, Myopathie, Myositis, Myasthenie, Neuropathie, CIDP, Parkinson Syndrom und es erfolgt eine multimodale Schmerztherapie. Das Zentrum bietet Diagnostik, Behandlungen und Therapien über eine Hochschulambulanz, eine Tagesklinik sowie vollstationär an. Das Neuromuskuläre Zentrum Rüdersdorf gehört zudem zukünftig dem übergeordneten neuromuskulären Zentrum der Selbsthilfeorganisation Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) an. Die wichtigsten Elemente des Zentrums für Nerven- und Muskelerkrankungen Ost-Brandenburg sind die Spezialsprechstunden der beteiligten Kliniken und Praxen („Neuromuskuläre Sprechstunden“).

Das interdisziplinäre Team des ZENOB bezieht neben dem neurologischen Fachpersonal Experten vieler anderer Fachrichtungen ein, die für die Versorgung wichtig sind. Dazu gehören Augenheilkunde, Chirurgie, Dermatologie, Hals-Nasen-Ohren-Fachkunde, Humangenetik, Kardiologie, Neuropädiatrie, Neuropathologie, Neuropsychologie, Pädiatrie und Pädiatrische Kardiologie, Physio- und Ergotherapie, Radiologie, Rehabilitation, Rheumatologie, Schmerztherapie, Sozialdienst und weitere.

Wissenschaftliche Schwerpunkte

Die Arbeitsgruppe Neuromuskuläre Erkrankungen hat an zahlreichen internationalen klinischen Studien teilgenommen und diese oft national oder sogar international koordiniert. Hieraus haben sich mehrere mittlerweile zugelassene neue Therapien für neuro-immunologische oder neuromuskuläre Erkrankungen abgeleitet. Ihre klinische und grundlagenwissenschaftliche Forschung wird durch nationale und internationale Organisationen gefördert. Die AG ist fokussiert auf grundlagen-wissenschaftliche, translationale und klinische Forschungsprojekte im Bereich neuromuskulärer Erkrankungen, vor allem der Muskelentzündung wie der Einschlusskörpermyositis (inclusion body myositis, IBM). Zurzeit ist keine effektive medikamentöse Behandlung verfügbar, weshalb Forschungsbemühungen auf diesem Gebiet von besonderer Relevanz sind.

Um die Entstehungsmechanismen von Neuromuskulären Erkrankungen und die Ursachen von Muskelschwäche zu erforschen verwendet die AG induzierbare in vitro Myositis-Modelle sowie primäre humane Muskelzellkulturen im 2D- und 3D-Modell. Zur Analyse werden moderne neuroimmunologische und neuromuskuläre Forschungstechniken verwendet, einschließlich quantitativer PCR, ELISA, Western Blot, Immunhistochemie, Modulation der Genexpression mittels siRNA etc.

Zusätzlich zu klassischen Labortechniken erfolgen auch translationale und klinische Studien, die dabei helfen sollen, die Erkrankungsursachen von neuromuskulären Erkrankungen zu verstehen und bessere Therapieansätze zu entwickeln.

Laufende Studien zur Myositis

  • Priovant Therapeutics / medikamentöse Studie mit Patienten mit Dermatomyositis (DM)
  • Janssen Research & Development, LLC / medikamentöse Studie mit Patienten mit Dermatomyositis (DM)
  • Abcuro, INC. / medikamentöse Studie mit Patienten mit Einschlusskörpermyositis (IBM)
Schlüsselpublikationen der vergangenen Jahre

Zu den international bedeutendsten wissenschaftlichen Projekten der Arbeitsgruppe gehören die Entwicklung eines international etablierten chronischen Zellstressmodells der Muskel-entzündung (Schmidt et al., Brain 2008; Schmidt et al., Brain 2012), die weltweit erstmalige klinische Anwendung einer neuen Echtzeit-MRT Untersuchung des Schluckens (Olthoff et al., Neurology 2016), die Mitentwicklung einer neuartigen liposomalen Verkapselung von Prednisolon (Schmidt et al., Brain 2003), die sich derzeit in der Prüfung zur klinischen Anwendung befindet, und der erstmalige Beleg eines direkten Zusammenhangs zwischen entzündlichen und degenerativen Erkrankungsmechanismen bei der Einschlusskörpermyositis (inclusion body myositis, IBM; Schmidt et al., Brain 2004; Lünemann/Schmidt et al., Ann Neurol. 2007).


Mitarbeiter am Standort

Dr. med. Karsten Kummer
Kanan Hasanov
Karolina Adam
Martin Hofmann
Dr. med. Kerstin Sabine Kujath
Prof. Dr. med. Jens Schmidt

Kontakt

Hochschulambulanzen der Neurologie und Schmerztherapie //
Tagesklinik der Neurologie und Schmerztherapie
Silvana Gobert und Kerstin Stein
T: 033638 83418
F: 033638 83621
hsa-ruedersdorf-neurologie@immanuel.de
tagesklinik-neurologie-ruedersdorf@immanuel.de

Studienambulanz
Franka Berger und Juliane Lorenz
T: 033638 83113
studienambulanz-neurologie-ruedersdorf@immanuel.de

Hier finden Sie Adressen und Kontaktdaten der Mitglieder des Zentrums für Nerven- und Muskelerkrankungen Ost-Brandenburg.
https://zenob.immanuel.de/kontakt/